Ist Plus500 seriös? Die AGBs unter der Lupe

Dieser Ratgeber behandelt die Frage, ob Plus500 seriös ist und gehört zu unserer Serie über den CFD-Handel mit der Plus500-Software. Hier geht es zur Übersicht aller 10 Ratgeber.

Wissenswertes: Plus500 ist einer der führenden CFD Anbieter und bietet weltweit in mehr als 60 Ländern und 32 verschiedenen Sprachen CFD Handel mit über 2000 Werkzeugen (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Forex und ETFs). Die Plus500UK Ltd wird durch die Financial Conduct Authority (#509909) autorisiert und reguliert und bietet eine freie (zeitlich unbegrenzte) Demo-Version und einfach zu bedienende Plattform.

Risikohinweis: 76.4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Kann man mit dieser Software auf zuverlässiger Basis CFDs handeln? In diesem Ratgeber klären wir auf, ob Betrug durch Serverfehler oder Kursabweichungen vorkommt, warum man Positionen nicht schließen kann und was in den AGB steht.

Tipp: Sie können mit CFD Trading schnell hohe Kursgewinne realisieren, aber auch genauso schnell herbe Verluste, bis hin zum Totalverlust, erleiden. Beim Traden gilt, dass die Aussicht auf hohen Ertrag auch mit hohem Verlust-Risiko (sogenanntes Risiko-Ertrags-Verhältnis) einhergeht. Insbesondere beim CFD Handel mit einem hohen Hebel ist es daher wichtig, dass Trader mit Plus500 einen seriösen Broker wählen und dieser sie vor Betrug und Abzocke schützt. Sie werden im Internet auch negative Bewertungen und Testergebnisse über CFD-Broker lesen, insbesondere von Kunden, die Geld beim Handeln verloren haben. Nach unserer Erfahrung gehen viele der vorgebrachten Anschuldigungen auf mangelndes Wissen beim Trading oder sogar auf fehlende Kenntnisse der AGB zurück. Da beim CFD Handel harte Regeln gelten, braucht man sich als Händler auch nicht über Konsequenzen wundern, wenn man gegen Vorgaben verstößt. Bevor Sie mit dem CFD Handel beginnen, sollten Sie zunächst das Traden mit CFDs, die damit einhergehenden Risiken und die geltenden Regeln bei Plus500 verstehen.

Schutz vor Betrug: Wird Plus500 seriös reguliert?

Plus500 agiert über Tochterunternehmen, die alle seriös autorisiert sind und von offiziellen Organen reguliert werden. Für Privatkunden bietet sich der Vorteil, dass Ihre Interessen geschützt werden und nach strengen Regeln und Vorgaben gehandelt wird. Die nachfolgende Liste zeigt die seriösen Tochterfirmen und durch welche Aufsichtsbehörden Händler vor Betrug geschützt werden:

TochtergesellschaftAufsichtsbehördeLizenznr.
Plus500UK LtdFinancial Conduct AuthorityFRN 509909
Plus500CY LtdCyprus Securities and Exchange CommissionCySEC Lizenz-Nummer 250/14
Plus500AU Pty LtdAustralian Securities and Investments CommissionAFSL #417727
Plus500SG Pte Ltd (UEN 201422211Z)Währungsbehörde von SingapurMAS (#CMS100648-1) & IE Singapore (#PLUS/CBL/2018)
Plus500IL LtdLizenz für Israel zum Zeitpunkt der Artikelerstellung in Beantragung

Wie man mit Plus500 seriös handelt – Zusammenfassung der AGB

In den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Plus500 steht auf ca. 50 Seiten viel Wissenswertes beschrieben, was man beim Handel mit CFDs auf der hauseigenen Plattform beachten muss. Wir fassen nachfolgend für Sie die wichtigsten Punkte zusammen. Diese Liste bietet keine Garantie auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität, erläutert aber auszugsweise die wichtigsten Punkte, wie man mit Plus500 seriös und ohne Betrug handelt.

Seriös traden mit Plus500 – Die Anforderungen

  • Je besser Händler CFD Trading und die verbundenen Risiken verstehen, desto eher lassen sich Risiken beim Handeln seriös abschätzen. Aus diesem Grund stimmt man vor Benutzung der Software zu, die AGB, Risikohinweise, Datenschutzrichtlinie und weitere wichtige Dokumente zu akzeptieren.
  • Plus500 ist ein Market Maker und handelt als direkte Gegenpartei. Es gibt keinen Handelsplatz oder eine Börse.
  • Für den Handel fallen Kosten und Gebühren an. In unserem separaten Ratgeber informieren wir über die Höhe der Kosten und Gebühren bei Plus500, sowie über Spread, Zinsen, Überweisungsgebühren, Inaktivitätsgebühr, Overnightkosten und Margin.
  • Die Kündigung ist jederzeit möglich und führt zum sofortigen Schließen aller noch offenen Positionen.
  • Sie müssen mindestens 18 Jahre, zurechnungsfähig und geschäftsfähig sein. Der Broker prüft bei der Anmeldung seriös die Angemessenheit zum Handel auf der Plattform.
  • Die Nutzung von CFD-Handelsaktivitäten muss im Heimatland gesetzlich erlaubt sein.
  • Zugangsdaten müssen Sie richtig angeben, schützen und immer aktuell halten.
  • Man erhält bei CFDs keine Rechte an den Instrumenten und Basiswerten, sondern handelt lediglich seriös und eigenverantwortlich die Kursentwicklungen.

So schützt oder warnt Plus500 seine Trader vor Betrug und Verlust

  • Das Beschwerdemanagement unterliegt FCA-Regeln und sorgt seriös für Fairness, wenn Sie Betrug vermuten oder Probleme melden.
  • Als Mitglied der Finanzdienstleistungsentschädigung (FSCS) besteht im Falle von Zahlungsverzug (mutmaßlich der Insolvenzfall) eine mögliche Einlagensicherung bis zu 50.000 GBP.
  • Ist Plus500 Schuld an entstandenem Betrug durch Hacker, so übernimmt das seriöse Unternehmen die Verluste für den Trader.
  • Es findet eine transparente Kommunikation von Ereignissen und Kosten statt.

Plus500 seriös Betrug AGB
Plus500 ist seriös und schützt Händler durch Transparenz vor Betrug. Anfänger sollten unbedingt die AGB durchlesen und den Handel mit CFD verstehen. Hinweis: Die abgebildeten Preise dienen Demonstrationszwecken und spiegeln nicht den aktuellen Kurs wieder.

Zum Schutz vor Betrug: Verbote in den AGB

Folgendes Verhalten gilt bei Plus500 als Betrug oder ist anderweitig in den AGB verboten und zieht Sanktionen nach sich:

  • Urheberrechte und geistiges Eigentum kopieren, verkaufen oder schädigen.
  • Für andere Personen handeln.
  • Insiderhandel betreiben.
  • Bots und automatische Bietverfahren einsetzen.
  • Als Amerikaner oder in Amerika CFD-Handel betreiben.
  • Bei Plus500, an der Börse oder bei gelisteten Unternehmen arbeiten und gleichzeitig die Software nutzen.
  • Zugang ungeschützt lassen.
  • Software hacken.
  • Scalping einsetzen.
  • Verwerfliche, rassistische, illegale, etc. Inhalte ausdrücken.
  • Leichtsinnig oder fahrlässig gewerblich Handeln.
  • CFDs an andere Anbieter oder Plattformen übertragen.
  • Rückbuchungen von Kreditkarteninstitut oder Zahlungsdienstleister – Um Betrug zu vermeiden, darf der Broker Transaktionen abbrechen und das Konto sperren.
  • Mehrere Transaktionen zur gleichen Zeit auf dasselbe Instrument oder mit kombinierten Transaktionen zwischen verschiedenen Konten abschließen.
  • Short-Positionen auf Call Option CFDs oder Long-Positionen auf Put Option CFDs halten.

Worauf man sonst noch achten solle

  • Überweisungen von Firmenkonten werden nicht akzeptiert.
  • Der Handel mit CFDs ist in Belgien verboten, daher werden derzeit keine belgischen Trader angenommen.
  • Handeln über Nacht kostet einen Nachtzuschlag. Dieser wird vor dem Kauf transparent und seriös kommuniziert.
  • Jedes Instrument besitzt einen Minimalbetrag und einen Höchstbetrag zu dem der Handel erfolgt.

Sanktionsmöglichkeiten und Eingriffe bei höherer Gewalt

Bei Verstößen gegen die AGB oder höherer Gewalt, kann durch den Broker eine oder mehrere Maßnahmen ausgeführt und in den Handel eingegriffen werden:

  • Anmeldung verweigern
  • Benachrichtigungen / Warnungen senden
  • Schließen von Positionen
  • Hebelwirkung senken.
  • Kontoschließung
  • Margenanforderung anpassen
  • Margin-Call-Alert und Margin-Call
  • Zugriffssperre
  • etc.

Warum Händler bei Plus500 Betrug vermuten

Gemäß AGB gibt es Situationen in denen das Unternehmen zu Handlungen gezwungen wird oder die von schnell wechselnden Kursen beeinflusst werden. Häufig sind es Anfänger, die derartige Zusammenhänge nicht verstehen und dem seriösen Broker im Verlustfall Betrug vorwerfen. Derartige Situationen sind beispielsweise:

  • Plus500 unterliegt regulatorischen Verpflichtungen und darf bzw. muss manchmal Instrumente vom Markt entfernen, hinzufügen, ändern oder sperren.
  • Durch die schnellen Preisschwankungen und technologische Einflussfaktoren kann der angezeigte vom tatsächlichen Kaufpreis abweichen.
  • Sie können eine Limit Order zu jedem Zeitpunkt vor der Annahme ohne weitere Haftung stornieren. Im Zeitraum zwischen Auftrag und Annahme können Preise oder Margen sich ändern. Der Trader muss für ausreichend Eigenkapital auf dem Konto sorgen.
  • Aufträge außerhalb der Handelszeit werden nicht immer ausgeführt, wenn bei Marktöffnung sich der Preis geändert hat.
  • Durch Marktschwankungen kann es bei Close-at-Loss zu sogenanntem underlying kommen. Der gesetzte Schwellwert wird nicht genau getroffen und der Verkauf erfolgt erst zum nächstbesten Preis.
  • Nach Abgabe einer Guaranteed Stop Order kann nur noch der Preis geändert werden. Anfallende Kosten der Guaranteed Stop Order verteuern den Spread.
  • Instrumente können unter dem Link „Details“ ein Ablaufdatum besitzen. Das Instrument wird mit Ablauf der Frist automatisch geschlossen.
  • Future Contracts können automatisch in die nächste Geschäftsperiode übertragen werden, um einen Ablauf zu verhindern. Dies geht mit einer Anpassung von Eigenkapital und Spread einher. Plus500 informiert den Trader über ein solches Vorgehen vorab seriös.
  • Margin-Call: Unterschreitet das Eigenkapital den erforderlichen Mindesteinschuss des Händlerkontos, darf der Broker Positionen ohne Rücksicht auf Gewinne oder Verluste schließen. Dies geschieht zum Schutz des Anlegers, da eine Nachschusspflicht mittlerweile verboten ist.
  • Die angezeigten Preise der Software aggregieren sich aus verschiedenen Quellen und stimmen nur näherungsweise mit offiziellen Börsenkursen überein. Anfänger wittern hier oftmals Betrug zu Gunsten von Plus500, jedoch ist diese Abweichung in den AGB seriös beschrieben.

Serverfehler: Ist es Betrug wenn bei Plus500 der Server down ist?

Das Unternehmen distanziert sich in den AGB ausdrücklich davon Gewährleistung zu übernehmen, wenn Server down sind oder Serverfehler und Wartungsarbeiten den Zugriff verhindern. Dieses legitime Vorgehen ist seriös und nicht als Betrug zu werten, insbesondere wenn höhere Gewalt vorliegt.