CFD Hebel berechnen mit Leverage Rechner

Dieser Bericht behandelt das Thema „CFD Hebel berechnen mit Leverage Rechner“ und gehört zu unserer Serie über den Handel mit gehebelten Differenzkontrakten. Hier gibt es unsere Auflistung aller Ratgeber über CFDs.

CFD Hebel berechnen

Die Hebelhöhe eines Differenzkontraktes hat maßgeblichen Einfluss auf die zu hinterlegende Sicherheitsleistung (Margin) und den Risikofaktor. Je größer ein Maximalhebel beim CFD gewählt wird, desto stärker wirken Kursschwankungen auf den Trade ein. Das Risiko für Verlust und die Chance auf Gewinn steigt also mit der Hebelhöhe. Sie können den mathematischen Zusammenhang zwischen prozentualem Marginsatz und CFD Hebel berechnen. Als Beispielrechnung dient diese Formel:

Hebel = 100 / Margin oder umgestellt: Margin = 100 / Hebel

In der folgenden Tabelle sehen Sie den Zusammenhang zwischen einigen bekannten Hebelwerten und dem Marginsatz:

Leverage100302010521
Margin [%]13,335102050100

CFD Hebel Rechner

Mit unserem CFD Hebel Rechner können Sie Leverage und Margin ganz einfach automatisch online berechnen. Der Rechner ist natürlich gratis und kann hier auf der Seite nach Belieben genutzt werden.

CFD Hebel Rechner
CFD Hebel & Margin Rechner

oder

Hinweis: Nachkommastellen müssen mit Punkt statt Komma eingegeben werden.



Der Hebelrechner liefert folgendes Ergebnis:

Tipp: Bei Interesse am CFD Handel empfehlen wir Ihnen zu Beginn den Einstieg mit dem kostenlosen Demokonto von Plus500. Dieser seriöse Broker bietet Tradern eine übersichtliche Software und bei Bedarf natürlich auch das Handeln mit einem Echtgeldkonto.

Wissenswertes: Plus500 ist einer der führenden CFD Anbieter und bietet weltweit in mehr als 60 Ländern und 32 verschiedenen Sprachen CFD Handel mit über 2000 Werkzeugen (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Forex und ETFs). Die Plus500UK Ltd wird durch die Financial Conduct Authority (#509909) autorisiert und reguliert und bietet eine freie (zeitlich unbegrenzte) Demo-Version und einfach zu bedienende Plattform.

Risikohinweis: 76.4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Rechenbeispiel zum Leverage bei Differenzkontrakten

Beim konventionellen Handel muss man dem Broker den Gesamtwert der Aktien bezahlen, den man kaufen möchte:

Beispiel & Rechnung zum Aktienkauf:

  • 10.000 Aktien zu je 16€ sollen gekauft werden.
  • Der Gesamtwert beträgt dann 10.000 x 16€ = 160.0000€

Beim CFD fallen nur Teilbeträge als Sicherheitsleistung bei der Margin an, während der Restbetrag als Darlehen vom Broker gestellt wird. Dies bedeutet, dass Sie nur einen kleinen Prozentsatz des gesamten Handelswerts einzahlen müssen, um ein deutlich größeres Marktvolumen zu bewegen.

Beispiel & Rechnung mit CFD Hebel von 1:5 und einer Margin von 20%:

  • Das Handelsvolumen beträgt 10.000 x 16€ = 160.0000€
  • 20% Margin erfordern lediglich 32.000€ Eigenkapital

Steigt nun der Kurs des gehandelten CFD Basiswertes um 10%, dann vergrößert sich das Handelsvolumen gemäß Rechnung von 160.000€ um 16.000€ auf 176.000€. Bezogen auf die eingesetzten 32.000€ sind 16.000€ ein Gewinn von 50%. Die 10% Kurssteigerung wurden also mit einem Faktor 5 gehebelt. Das Ganze noch einmal in übersichtlicher Form berechnet:

  • 32.000€ Eigenkapital mit Hebel 1:5 ergibt:
  • 160.000€ Handelsvolumen.
  • 10% Kursgewinn auf 176.000€ bedeuten 16.000€ Ertrag.
  • 16.000€ Gewinn sind 50% von 32.000€ Eigenkapital

Wichtiger Hinweis zur Berechnung: Entwickelt sich der Kurs entgegen der Erwartung um 10%, dann entstehen durch eine Hebelwirkung von 1:5 auch Verluste in Höhe von 50%. Je höher der CFD Hebel gewählt wird und je volatiler der Markt ist, desto größer ist das Risiko für Gewinne oder Verluste. Mit Hilfe von Risikomanagement-Tools, wie Stopp-Loss-Schwellwert oder Limit-Orders, lassen sich teilautomatisierte Handelsstrategien erstellen. Vorrangiges Ziel muss dabei immer der Anlegerschutz sein.

Welcher Hebelwert ist der richtige?

Wenn Sie mit CFDs handeln, sollten Sie das Risiko durch einen geeigneten Hebel begrenzen. Die Erfahrung spielt bei der Wahl der Hebelhöhe eine große Rolle und wird in der Literatur oftmals mit folgenden Empfehlungen angegeben:

MarginHebelHandelsvol.Erfahrungslevel
10.000 €110.000 €Unerfahren
10.000 €2 bis 320.000€-30.000€Risikobewusst
10.000 €550.000 €Erfahren
10.000 €7 bis 1070.000€-100.000€Professionell
10.000 €10+100.000€+Hochqualifizierte Intraday-Trader

Betrachten wir noch einmal die obige Tabelle, bei der wir den Zusammenhang von CFD Hebel und Margin berechnet haben:

Leverage100302010521
Margin [%]13,335102050100

Wer einen Hebel von 1:30 handelt, benötigt nur 3,3% Marge. Das klingt im ersten Moment toll. Auch verdoppelt eine Kursbewegung um eben diese 3,3% das Eigenkapital – toll. Doch leider sorgt auch eine unerwartete Kursbewegung von 3,3% in die falsche Richtung für einen Totalverlust der eingesetzten Margin. Mit einer derart hohen Hebelwirkung sind kleinste Kurskorrekturen der sichere Tod für das eingesetzte Kapital.

Da Kapitalerhalt der wichtigste Aspekt beim CFD Handel ist, empfehlen wir mit einem Maximalhebel von 1 bis 5 zu beginnen. Sobald Sie über ein funktionierendes Handelssystem und effektive Methoden verfügen, können Sie Ihre Hebelwirkung jederzeit erhöhen, sofern Ihr Geldmanagement dies zulässt.

Effektiver CFD Hebel: Berechnen Sie den Kontostand mit ein

Während vom Broker immer nur der direkte Hebelwert angegeben wird, sollten Trader auch den effektiven Leverage berechnen. Dieser bezieht den Kontostand mit ein und dient als Maß für das Totalverlustrisiko. Die Formel zur Berechnung lautet:

Effektiver Hebelwert = Handelsvolumen / Kontostand des Traders

Angenommen der CFD Händler besitzt 32.000€ auf seinem Konto und tradet, wie im obigen Beispiel, mit einem direkten Hebelwert von 1:5 ein Handelsvolumen von 160.000€. Dann ergibt sich folgende Rechnung:

Effektiver Hebelwert = 160.000€ / 32.000€ = 5 [~ direktem Hebel von 1:5]

Der effektive Hebel entspricht bei Einsatz des kompletten Kontokapitals also gleich dem direkten CFD Leverage. Geht man nun im nächsten Beispiel davon aus, dass der Anleger nicht nur 32.000€, sondern 96.000€ an Eigenkapital besitzt, dann verändert sich die Berechnung wie folgt:

Effektiver Hebelwert = 160.000€ / 96.000€ = 1,67

Der Effektivhebel wird beim CFD Handel also kleiner, je mehr Eigenkapital auf dem Konto verfügbar ist. Weiterhin gilt, dass ein hoher Effektivhebel, besonders anfällig für Kursschwankungen und Totalverluste ist, wie folgendes Rechenbeispiel zeigt:

Kontoguthaben: 10.000€ | Margin: 1.000€ | Direkter Leverage 1:30 | gehebeltes Kapital: 30.000€

  • 30.000€ / 10.000€ ergibt einen effektiven Hebelwert von 3:1
    • Verliert das gehebelte Kapital 33,3% an Wert (von 30.000€ auf 20.000€), dann erleidet der Trader Totalverlust und das Kontoguthaben liegt bei 0€.

Kontoguthaben: 10.000€ | Margin: 10.000€ | Direkter Leverage 1:30 | gehebeltes Kapital: 300.000€

  • 300.000€ / 10.000€ ergibt einen effektiven Hebelwert von 30:1
    • Verliert das gehebelte Kapital 3,3% an Wert (von 300.000€ auf 290.000€), dann erleidet der Trader Totalverlust und das Kontoguthaben liegt bei 0€.

Fazit: Ein hoher effektiver Hebelwert vergrößert auch das Risiko durch negative Kursentwicklungen für den CFD Trader.

Hebel Leverage berechnen Rechner
Wenn Sie den effektiven Hebel berechnen, dann achten Sie darauf, dass ein hoher Leveragewert im Rechner für geringe Toleranzen gegenüber Kursschwankungen sorgt. Im Bild wird der Gewinn verpasst und ein verfrühter Margin Call ausgelöst.

In obiger Rechnung führen einmal 3,3% und einmal 33,3% Kursverlust zum Totalverlust. Damit wird die Toleranz zum Aussitzen gegenläufiger Kursbewegungen geringer, wie das Diagramm zeigt: